Themen

Allgemeine Links

Blogroll

Ortsvereine

SPD Überregional

SPD für Augsburg


« Friedenstafel findet wieder großen Anklang | Main | Erst Augsburg, dann der Mond? »

100 Tage durch die Münchner Brille gesehen

Von Redaktion | August 11, 2008

Manchmal kann man auch im politischen Diskurs dazu lernen. Es liegt nur in der Natur der Sache, dass es schon fast lieb gewonnener Brauch im politischen Alltagsleben ist, dem politischen Gegner unzureichende Arbeit zu bescheinigen. Was aber, wenn sich der Gegner selbst der schlechten Arbeit zeiht. Irgendwie fühlt man sich da doch sämtlicher Argumente beraubt:

Als die Augsburger CSU neulich im Kulturhaus Abraxas zusammenkam, stand eigentlich nur ein Punkt auf der Tagesordnung: „100 Tage Stadtregierung der bürgerlichen Mitte“. Und obwohl es Sekt gab, war den Parteifreunden nach Feiern nicht zumute. Spätestens als Parteichef Bernd Kränzle in seiner Rede das Wort Fehlstart verwendete, war der Abend für die meisten gelaufen.

Gründlicher als lokale Medien setzt sich die Süddeutsche Zeitung mit den ersten 100 Tagen der Gribl-Grab-Koalition auseinander und druckt Zitate, die man anderswo nicht lesen konnte:

Der 43-jährige Kurt Gribl, als Erneuerer der personell ausgezehrten CSU gefeiert, macht jetzt schon einen erschöpften Eindruck – „gefühlte 150 Tage“ sei er im Amt, stöhnte er vor seinen Parteifreunden.

Was soll man da sagen - nach der Semmeltaste und den ersten Hundeklos macht sich bereits Erschöpfung breit. Nun gut, die 6er wurde auch auf den Weg gebracht, aber genau genommen wurde da ja nur das Projekt des Vorgängers abgenickt. Ob schon jemand dem OB verraten hat, dass nach den ersten 100 Tagen noch 2090 weitere folgen werden - gefühlt sind das nach Gribls Rechnung dann immerhin 3285 Tage. Eine weite Reise. Kürzer ist da der Weg zum Koalitionspartner:

Wohler fühlt sich Gribl offenkundig beim Juniorpartner der Regierung, bei der Wählergruppe Pro Augsburg. Dort werben Parteiverdrossene, die sich für die besseren Politiker halten, mit dem Slogan „Bürger machen Politik“.

Am Donnerstag saß Gribl in deren Fraktionsräumen und überhäufte den Partner mit Lob, wie es die CSU gerne mal von ihm hören würde. „Zuverlässig und kompetent“, schwärmte Gribl. „Eine Arbeitsweise, die meinem Wesen entspricht.“ Gribl gibt sich kaum Mühe, den Eindruck zu zerstreuen, er sei vielleicht in der falschen Partei.

Den ganzen Artikel in der Süddeutschen Zeitung lesen.

Themen: Allgemein, Unser OB |

Comments